WerkzeugeFließweg
STRÖMUNG & EINSPRITZUNG

Fließweg-Rechner

Berechnen Sie den maximalen Fließweg des Kunststoffs im Werkzeug und das Verhältnis von Fließweg zu Wandstärke (L/T). Der Rechner schätzt die Anzahl der Anschnitte und die Füllzeit — wichtige Parameter bei der Werkzeugkonstruktion.

StrömungWerkzeugkonstruktion

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Ein Werkzeug statt fünf

ARGUS analysiert den Fließweg automatisch und wählt die optimale Anschnittposition aus

Der Fließweg bestimmt die Machbarkeit des Einspritzvorgangs — ARGUS verknüpft diese Analyse mit Fülldruck, Materialviskosität und Maschinenparametern.

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Berechnungsformel

Wie berechnen wir den Fließweg?

Der Fließweg (Flow Path) ist der maximale Abstand, den die Kunststoffschmelze vom Einspritzpunkt bis zum entferntesten Punkt der Kavität zurücklegen muss. Er ist ein entscheidender Machbarkeitsparameter — wenn der Fließweg im Verhältnis zur Wandstärke zu groß ist, wird das Werkzeug nicht vollständig gefüllt.

Der Rechner berechnet das Verhältnis von Fließweg zu Wandstärke (L/T) — einen dimensionslosen Machbarkeitsindikator. Jedes Material hat ein maximales L/T-Verhältnis, oberhalb dessen der Einspritzvorgang besondere Bedingungen erfordert (hohe Geschwindigkeit, hohe Temperatur, zusätzliche Anschnitte).

Lmax = f(Geometrie, Anschnittposition, Anschnittanzahl)
L/T = Lmax / s

Lmax — max. Fließweg [mm]
s — Wandstärke [mm]
L/T — Fließweg-zu-Wandstärke-Verhältnis [-]

Das L/T-Verhältnis ist das grundlegende Kriterium zur Beurteilung der Spritzgussmachbarkeit. Typische maximale L/T-Werte: PP 250–300, ABS 150–200, PC 100–150, PA6 150–250, POM 100–150. Materialien mit niedriger Viskosität (PP, PA) erlauben längere Fließwege als hochviskose Materialien (PC, PMMA). Füllstoffe (GF, mineralisch) reduzieren das zulässige L/T um 20–40 %.

Praktische Anwendung

Optimierung von Anschnittanzahl und -position

Wenn das L/T-Verhältnis den zulässigen Wert für das jeweilige Material überschreitet, stehen mehrere Optionen zur Verfügung:

Zusätzliche Anschnitte — verringern den Fließweg, erzeugen aber Bindenähte
Zentraler Anschnitt — minimiert den Fließweg, schränkt aber Auswerferposition ein
Dickere Wandstärke — verbessert L/T, verlängert aber die Zykluszeit
Höhere Temperatur — verringert Viskosität, birgt aber Degradationsrisiko

Ein zentraler Anschnitt reduziert den maximalen Fließweg um ~50 % im Vergleich zu einem Kantenanschnitt. Bei rechteckigen Bauteilen ergibt ein zentraler Anschnitt Lmax = √(L²+W²)/2, während ein Kantenanschnitt Lmax ≈ √(L²+W²) liefert. Bindenähte (Weld Lines) entstehen dort, wo zwei Fließfronten aufeinandertreffen — ihre Position sollte kontrolliert werden.

Tipps

Wann ist eine Simulation erforderlich?

Dieser Rechner liefert gute Näherungswerte für einfache Geometrien. Für Bauteile mit variabler Wandstärke, komplexer Geometrie oder bei Anforderungen an die Kontrolle der Bindenahtposition ist eine Strömungssimulation unerlässlich (Moldflow, Moldex3D). Im ARGUS-System ist die Fließweganalyse in das vollständige Prozessmodell integriert.

Im ARGUS-System

ARGUS verknüpft die Fließweganalyse mit der Strömungssimulation und der Einspritzparameterauslegung

Überzeugen Sie sich selbst — vereinbaren Sie eine Präsentation und sehen Sie, wie ARGUS die Strömungsanalyse in den vollständigen Projektkontex integriert.

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