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Kavitätsmaß-Rechner

Bestimmen Sie das Kavitätsmaß eines Spritzgusswerkzeugs unter Berücksichtigung der Verarbeitungsschwindung des Materials. Der Rechner berechnet die Maßkompensation, die erforderlich ist, um nach der Schwindung ein Bauteil mit den gewünschten Nennmaßen zu erhalten.

Grundlagen Werkzeugkonstruktion

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ARGUS berechnet Kavitätsmaße automatisch neu bei jedem Materialwechsel

Ein Materialwechsel bedeutet eine andere Schwindung — ARGUS aktualisiert automatisch alle Kavitätsmaße und eliminiert das Fehlerrisiko bei manuellen Umrechnungen.

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Berechnungsformel

Wie berechnen wir das Kavitätsmaß eines Werkzeugs?

Das Kavitätsmaß eines Spritzgusswerkzeugs muss größer sein als das Nennmaß des Bauteils, um die Verarbeitungsschwindung des Kunststoffs zu kompensieren. Schwindung ist die Maßänderung des Bauteils beim Abkühlen von der Verarbeitungstemperatur auf Raumtemperatur. Jeder Kunststoff hat einen charakteristischen Schwindungsbereich, der von der Molekülstruktur, den Verarbeitungsbedingungen und der Bauteilgeometrie abhängt.

Der Rechner verwendet die Schwindungskompensationsformel — die grundlegende Beziehung zwischen Bauteilmaß, Materialschwindung und erforderlichem Kavitätsmaß.

DKavität = DBauteil × (1 + S/100)

DKavität — Kavitätsmaß [mm]
DBauteil — Nennmaß des Bauteils [mm]
S — Verarbeitungsschwindung [%]

Die Verarbeitungsschwindung hängt von vielen Faktoren ab: Kunststoffart, Kühlbedingungen, Nachdruck, Wandstärke und Fließrichtung. Amorphe Werkstoffe (ABS, PC, PS) weisen eine geringe Schwindung von 0,3–0,8 % auf, während teilkristalline Werkstoffe (PP, PA, POM) deutlich stärker schwinden — 1,0–3,0 %. Die in Materialdatenblättern angegebenen Schwindungswerte sind Bereiche; die tatsächliche Schwindung hängt von den Verarbeitungsbedingungen ab.

Typische Werte

Verarbeitungsschwindung gängiger Kunststoffe

Die folgenden Werte sind typische Bereiche für Standardverarbeitungsbedingungen. Die tatsächliche Schwindung hängt von der Wandstärke, dem Nachdruck und der Werkzeugtemperatur ab.

ABS — 0,4–0,7 %
PC — 0,5–0,7 %
PP — 1,0–2,5 %
PA6 — 0,8–1,5 % (trocken), 1,5–2,5 % (konditioniert)
POM — 1,8–3,0 %
HDPE — 2,0–3,5 %
PS — 0,3–0,6 %

Bei Bauteilen mit engen Maßtoleranzen (Klasse IT13 und höher) muss die Schwindungsanisotropie berücksichtigt werden — die Schwindung in Fließrichtung ist typischerweise 10–30 % höher als in Querrichtung. Verwenden Sie in solchen Fällen den Rechner Schwindungskompensation, der Richtungskoeffizienten berücksichtigt.

Praktische Tipps

Wann sollte dieser Rechner verwendet werden?

Dieser Rechner ist ideal für die schnelle Schätzung des Kavitätsmaßes für ein einzelnes Nennmaß. Für eine vollständige 3D-Analyse unter Berücksichtigung von Schwindungsanisotropie, Toleranzen und Fließrichtung verwenden Sie den Rechner Schwindungskompensation. Im ARGUS-System werden Kavitätsmaße automatisch bei jeder Materialänderung neu berechnet.

Im ARGUS-System

ARGUS berechnet Kavitätsmaße automatisch neu bei jeder Material- oder Prozessparameteränderung

Überzeugen Sie sich selbst — vereinbaren Sie eine Präsentation und sehen Sie, wie ARGUS die Maßberechnungen mit dem vollständigen Projektkontex verknüpft.

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