Prägedruck-Rechner
Bestimmen Sie die Prägekraft (Druckkraft), die zum Verpressen des Kunststoffs benötigt wird. Der Rechner berechnet die Kraft auf Basis der Bauteilfläche, des Pressdrucks und der Materialstärke — entscheidende Parameter für das Spritzprägen und das Pressformen.
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ARGUS wählt automatisch die Pressparameter auf Basis von Material und Geometrie
Die Prägekraft bestimmt die Pressenauswahl — ARGUS verknüpft die Kraftberechnungen mit den Prozessparametern und der Materialspezifikation.
Wie berechnen wir die Prägekraft?
Die Prägekraft (compression force) ist die Kraft, die benötigt wird, um das Material im Press- oder Spritzprägeprozess zu verdichten. Dieser Prozess wird hauptsächlich für Duroplaste, Gummi und BMC/SMC-Verbundwerkstoffe eingesetzt, aber auch beim Spritzprägen für präzise thermoplastische Bauteile (Linsen, optische Scheiben).
Der Rechner verwendet die grundlegende Druck-Flächen-Formel zur Bestimmung der Pressenschließkraft.
F[ton] = F[kN] / 9,81
F — Prägekraft [kN]
A — Bauteilfläche [cm²]
p — Pressdruck [bar]
Der Pressdruck hängt von Materialart und Prozess ab. Für Duroplaste sind typische Werte 200–600 bar, für Gummi 100–300 bar, für SMC/BMC 50–200 bar. Beim Spritzprägen von Thermoplasten beträgt der Druck 200–800 bar. Die Materialstärke beeinflusst den erforderlichen Pressenhub und die Zykluszeit.
Injection-compression molding
Das Spritzprägen verbindet die Vorteile des Spritzgießens (Geschwindigkeit, Wiederholbarkeit) mit den Vorteilen des Pressens (geringe Spannungen, bessere optische Qualität). Dieses Verfahren wird eingesetzt für:
Große Tafeln — gleichmäßige Druckverteilung
Dünnwandige Bauteile — geringerer Druck als konventionelles Spritzgießen
Verbundwerkstoffe — Erhaltung der Faserorientierung
Bei der Pressenauswahl ist die Berücksichtigung der maximalen Schließkraft mit einem Sicherheitsreserve von mindestens 20 % entscheidend. Pressen werden nach Tonnage klassifiziert: 50–5.000 Tonnen. Beim Spritzprägen ist ein zusätzliches Kriterium die Genauigkeit der Positions- und Schließkraftregelung.
Optimierung des Pressprozesses
Entscheidende Optimierungsparameter: Pressdruck (zu niedrig — unvollständiges Verpressen, zu hoch — übermäßige Spannungen), Werkzeugtemperatur (beeinflusst Viskosität und Aushärtezeit), Presszeit (muss vollständige Aushärtung oder Kristallisation sicherstellen). In ARGUS werden diese Parameter gemeinsam optimiert.
ARGUS optimiert automatisch die Pressparameter auf Basis von Material und Geometrie
Überzeugen Sie sich selbst — vereinbaren Sie eine Präsentation und sehen Sie, wie ARGUS die Kraftberechnungen mit dem vollständigen Prozesskontexts verknüpft.