Toleranzgrenzen-Rechner
Bestimmen Sie die Toleranzgrenzen eines Spritzgussbauteils und die entsprechenden Kavitätsmaße des Werkzeugs. Der Rechner berücksichtigt den Materialschwindwert und die Toleranzklasse (fein, standard, grob) — wichtige Daten für die Werkzeugkonstruktion und Qualitätskontrolle.
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ARGUS überprüft Toleranzen automatisch und signalisiert das Risiko der Nichterreichbarkeit
Toleranzen bestimmen Qualität und Herstellbarkeit — ARGUS prüft die Toleranzerreichbarkeit auf Basis von Material, Prozess und Produktionshistorie.
Wie berechnen wir die Toleranzgrenzen?
Maßtoleranzen von Spritzgussteilen werden gemäß DIN 16742 oder ISO 20457 definiert und hängen von Material, Prozess und Toleranzklasse ab. Der Rechner ermittelt die Toleranzgrenzen des Bauteils (Nennmaß ± Toleranz) und rechnet diese auf die Kavitätsmaße des Werkzeugs unter Berücksichtigung des Verarbeitungsschwindwerts um.
Der Rechner verwendet ein Toleranzmodell mit Schwindungskompensation — überträgt die Bauteiltoleranz auf Kavitätsmaße unter Berücksichtigung des Schwindungskoeffizienten.
Dunten = DNenn − T/2
DKavität_oben = Doben × (1 + S/100)
DKavität_unten = Dunten × (1 + S/100)
DNenn — Nennmaß [mm]
T — Toleranz [mm]
S — Schwindung [%]
Toleranzklassen nach DIN 16742: Feinklasse (fine) — IT10–IT12, Prozessoptimierung und Materialkontrolle erforderlich. Standardklasse — IT12–IT14, in der Normalproduktion erreichbar. Grobklasse (coarse) — IT14+, leicht einzuhalten. Amorphe Werkstoffe erlauben engere Toleranzen als teilkristalline.
Toleranzerreichbarkeit
PP, PE — ±0,15–0,30 mm (je 100 mm)
PA6, POM — ±0,10–0,25 mm (je 100 mm)
GF-Werkstoffe — ±0,05–0,15 mm (in GF-Richtung)
Engere als Standardtoleranzen erfordern: stabilen Prozess (SPC), kontrolliertes Material (Feuchte, Charge), optimale Werkzeugkühlung und regelmäßige Wartung. Die Prozessfähigkeit (Cpk > 1,33) sollte statistisch bestätigt werden.
Werkzeug und Toleranzen
Das Werkzeug sollte mit einer 3–5-mal engeren Toleranz als die Bauteiltoleranz gefertigt werden. Für ein Bauteil mit ±0,10 mm sollte das Werkzeug eine Toleranz von ±0,02–0,03 mm haben. Auch den Werkzeugverschleiß während des Betriebs berücksichtigen — Kerne verschleißen schneller als Kavitäten.
ARGUS überprüft Toleranzen automatisch und überwacht die Prozessfähigkeit (Cpk)
Überzeugen Sie sich — vereinbaren Sie eine Präsentation und sehen Sie die Toleranzanalyse in ARGUS.