WerkzeugeWerkzeugamortisation
WIRTSCHAFTLICHKEIT

Werkzeugamortisation-Rechner

Berechnen Sie die Werkzeugkosten eines Spritzgusswerkzeugs pro Teil, die Gewinnschwelle (Break-even-Punkt) und die Gesamtwerkzeugkosten unter Berücksichtigung von Wartung und Finanzierungskosten. Wichtige Daten für Investitionsentscheidungen und Produktionskalkulation.

WirtschaftlichkeitInvestitionen

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ARGUS berechnet automatisch die Werkzeugamortisation im Kontext der Gesamtproduktionskosten

Die Werkzeugamortisation ist eine Schlüsselkostenkomponente bei kleinen und mittleren Serien — ARGUS verbindet sie mit der Stückkostenanalyse und optimiert sie gemeinsam.

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Wie berechnen wir die Werkzeugamortisation?

Die Werkzeugamortisation ist die Verteilung der Investitionskosten für ein Werkzeug auf die produzierten Teile. Die Kosten eines Spritzgusswerkzeugs sind typischerweise die größte Anfangsinvestition in einem Projekt — von einigen tausend EUR für ein einfaches Einzelkavitätenwerkzeug bis zu mehreren hunderttausend für komplexe Mehrfachkavitätenwerkzeuge mit Heißkanal. Eine korrekte Amortisation ist entscheidend für die Kalkulation und Investitionsentscheidungen.

Der Rechner berücksichtigt die gesamten Werkzeugbesitzkosten: Anschaffungskosten, Wartung (Inspektionen, Reparaturen, Einsatzwechsel) und Finanzierungskosten (Kapitalzinsen).

Ctotal = Cmold × (1 + Wartung/100) + CZinsen
Cpro_Teil = Ctotal / N
NBreak-even = Ctotal / Gewinnpro_Teil

Cmold — Werkzeugkosten [EUR]
Wartung — Wartungskosten [%]
N — Produktionsvolumen [Stk]
Gewinn — Gewinn pro Teil [EUR]

Die Gewinnschwelle (Break-even-Punkt) ist die Teilezahl, bei der der Erlös die Werkzeugkosten deckt. Für ein Werkzeug zu 50.000 EUR und einem Gewinn von 0,10 EUR/Teil liegt der Break-even bei 500.000 Stk. Die Werkzeuglebensdauer hängt vom Werkzeugmaterial, dem verarbeiteten Kunststoff und der Wartung ab — typisch 200.000–2.000.000 Zyklen.

Praktische Anwendung

Investitionsentscheidungen

Die Werkzeugamortisation ist entscheidend bei folgenden Investitionsentscheidungen:

Einzel- vs. Mehrfachkavitätenwerkzeug — höhere Kosten, aber niedrigere Kosten/Teil
Kaltkanal vs. Heißkanal — Heißkanal teurer, eliminiert aber Angussabfall
Stahl vs. Aluminium — Aluminium günstiger, aber kürzere Lebensdauer
Eigenfertigung vs. Outsourcing — Break-even-Analyse

Werkzeuglebensdauer hängt ab von: Werkzeugmaterial (Stahl P20: 500K–1M Zyklen, H13: 1M–2M), verarbeitetem Kunststoff (GF verkürzt Lebensdauer 2–5×), Wartung (regelmäßige Inspektionen verlängern Lebensdauer um 30–50%). Wartungskosten betragen typisch 5–15% der Werkzeugkosten über die Nutzungsdauer.

Tipps

Werkzeugkostenoptimierung

Für kleine Serien (<10.000 Stk) ein Aluminium- oder Prototypenwerkzeug in Betracht ziehen — Kosten 3–5× geringer, Lebensdauer 10.000–50.000 Zyklen. Für große Serien (>1M Stk) in ein Mehrfachkavitätenwerkzeug mit Heißkanal investieren — höhere Anfangskosten, aber niedrigste Kosten pro Teil.

Im ARGUS-System

ARGUS berechnet automatisch die Amortisation und optimiert Investitionsentscheidungen

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